Der frühe Vogel macht heute eine Bruchlandung. In der JH gibt es zwar ab 6.30 Uhr Frühstück, aber beim danachfolgenden Blick auf das Rad wird klar, dass es mit dem Start nichts wird. Das Hinterrad hat gestern schon etwas gelahmt (und man konnte es leider nicht auf Plattenwege schieben). Bei genauer Betrachtung des Mantels wird klar, mit dem komme ich nicht mehr weit.
Immerhin habe ich einen Leidensgenossen, ein Ami, der mit dem Rad bis Amsterdam will und einen Platten hat. Gemeinsam gehen wir zum Radladen, der um 9 Uhr seine Pforten öffnet. Ein Verkäufer erbarmt mit dem Spruch "Radreisende gehen vor" und baut mir den neuen Mantel ein, denn die Werkstattmitarbeiter winken ab. So verlasse ich Karlsruhe erst gegen 9.30 Uhr.Am Rhein fehlen wieder die Wegweiser, stattdessen wird vor Miro gewarnt. Mit Kunst hat das nichts zu tun.
Irgendwo im Nirgendwo will sich dann noch ein suizidales Eichhörnchen in mein Rad stürzen - läuft das unter "Wildunfall"? So schnell bin ich doch auch nicht unterwegs.
Endlich wieder auf dem richtigen Weg treffe ich auf einen Ausreißer. Der/die gehört sicher nicht auf den Radweg.
Der Tag der Schildkröte ist doch schon 5 Tage her! Ich beende ihren Ausflug und finde nach etwas Suchen den passenden Besitzer.
Die Strecke Richtung Mannheim erweist sich als mühsam und nur selten ist der Fluss zu sehen und dann meist verbunden mit viel Zickzack. Die Fähre, mit der ich nach Speyer übersetzen will fährt in diesem Jahr wegen Personalmangel nicht und so muss ich einen ziemlichen Umweg fahren.
In Speyer muss ein kurzer Blick auf den Dom (besucht habe ich ihn schon vor einigen Jahren) reichen und ich starte zum Endspurt nach Mannheim. Soweit man mein heutiges Durchschnittstempo mit Schnelligkeit in Verbindung bringen kann.
Am Eingang von Mannheim dann die Bestätigung: Scheint heute der Schildkrötentag zu sein.











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