Meine Nacht war erstaunlich ruhig, vielleicht habe ich die Halbstarken nebenan beim toben streng genug angeschaut.
Ich verlasse Mannheim und begebe mich über den Rhein nach Ludwigshafen.
Nach Himmelsrichtung orientieren wird schwierig, wenn der eigene Pfad plötzlich gesperrt ist. WO geht es weiter? Ich schmuggle mich durch eine Baustelle.
Danach wirds einfacher: Rechts BASF, links Ludwigshafen). Gegen 10 Uhr erreiche im WOrms. Das Erreichen der Innenstadt (ja ich will einen Kaffee!) wird komplex. Tröstlich ist da schon fast, dass die Autofahrer ähnlich herumirren und in ihrer Verzweiflung schon Radreisende ansprechen: "WO geht es hier auf die Rheinbrücke?" Vielleicht ist das Autokennzeichen: WO ja auch das Motto der Stadt? Immerhin treffe ich ungeplant den älteren Herrn aus den USA wieder. Er schwärmt mir von seinem Hotelzimmer im Premier Inn vor, in das er sein Rad mit hinein nehmen durfte.
Der Weg ist heute deutlich schöner, aber nachdem die Sonne derart vom Himmel brennt, mache ich gegen 11.30 Uhr den zweiten Trinkstopp. Frisch gestärkt geht es nochmal in die Weinberge an hübschen kleinen Orten vorbei.
In Mainz stellt sich wieder die Frage: WOhin mit dem Gepäck? Die Touriinfo verneint, aber als ich am Markt ein paar Kirschen kaufe und mich kurz mit der Verkäuferin unterhalten kommt ein: "Den Dom müssen sie anschauen. Ich passe auf ihr Rad auf!
Am Nachmittag steige ich in den Zug nach Aschaffenburg.
Und dann sollte ja nichts mehr dazwischenkommen oder?
Muss die Überschrift ändern - Lost in Lohr!
Der RE ab Ascheberg baut schon im ersten Drittel eine Verspätung von 20 Minuten auf - im Nachhinein "Lächerlich!". Wir stehen dann wegen Streckensperrung (Böschungsbrand?) zwei Stunden in Lohr am Main, anfangs ohne Prognose. Und wenn man schon mal so verspätet ist, endet man in WÜ statt in BA... dem Ersatzanschluss können wir noch hinterherwinken ( und nein es lag nicht am Umstieg mit Fahrrad).
Nun sitze ich in Würzburg in einem Zug der hoffentlich bis Fürth fährt - zur Not radel ich den Rest -HILFT JA NIX!
















Jetzt weiß ich endlich, warum so viele Deutsche-Bahn-Züge liegen bleiben:
AntwortenLöschenDie wollen da [WO sie gerade sind] ja nie wieder weg...
Die Werbung hatte ich in Lohr ernsthaft auf einer InternetSeite, denn immerhin hatte der Zug WLAN
LöschenEnde gut - alles gut?
AntwortenLöschenMusste nicht in Würzburg unter der Brücke schlafen... hatte tolle Gespräche mit anderen Wartenden und bin am späteren Abend zuhause angekommen. Aber beim nächsten Mal, bist Du wieder fit und dabei! Zu zweit macht es mehr Spaß!
AntwortenLöschen