WO? WO!

Meine Nacht war erstaunlich ruhig, vielleicht habe ich die Halbstarken nebenan beim toben streng genug angeschaut.

Tag der Schildkröte

Der frühe Vogel macht heute eine Bruchlandung. In der JH gibt es zwar ab 6.30 Uhr Frühstück, aber beim danachfolgenden Blick auf das Rad wird klar, dass es mit dem Start nichts wird. Das Hinterrad hat gestern schon etwas gelahmt (und man konnte es leider nicht auf Plattenwege schieben). Bei genauer Betrachtung des Mantels wird klar, mit dem komme ich nicht mehr weit.

Brotlose Brotzeit

Trotz des frühen Starts um 7 Uhr, werde ich das Tagesziel Karlsruhe, erst gegen 14.30 Uhr erreichen. Erst heißt es die Fahrradtaschen zum Fahrradparkhaus zu schleppen, dann bremst mich der Wochenmarkt aus, der gerade  aufgebaut wird. Ich kann nicht widerstehen und mit Käse, Himbeeren und einer Paprika im Gepäck verlasse ich Straßburg Richtung Kehl.

Verfahren oder lohnenswerte Umwege?

Nachdem mich gestern die Franzosen ums Karree geschickt haben, sind es heute die Deutschen, also Gleichstand. 

Temperaturunterschiede

Ich starte schon gegen 07.30 Uhr und habe den Rhein die erste Stunde ganz allein für mich. Dann tauchen die ersten Angler und Jogger auf. Ich genieße die Kühle. 

Sitzgelegenheiten

Nachdem heute nur eine kurze Etappe geplant ist, denn eigentlich war da noch ein Museum in Basel geplant, nehme ich mir Zeit fürs Vitramuseum. 

Kleiner Grenzverkehr

Der Morgen verläuft, wie geplant, allerdings schaffen es Informationen aus der Ferne mich zu verunsichern. Wie? Einreisepapiere nach Österreich? Dass ich in die Schweiz reise interessiert das Hirn nicht. Bei genauem Lesen, wird auch klar, dass dem Zug die Dokumente fehlten, nicht dem Reisenden. O.k. Die Bahn braucht wohl ein Schengenabkommen. Nachdem bei mir die sehr kurz vor dem eigentlichen Ziel ist, müsste ich den Rest dann halt radeln.

Letzte Planungen -Packen

Trotz Pack-Excel-Tabelle dauert es wieder ewig, ehe alles bereit liegt und trotz allem fehlt bestimmt irgendwas….also außer meinem Mitradler…

Die neue Lenkertasche hat zwar die Klarsichthülle im Deckel integriert, aber dafür geht die Radkarte da nicht mehr rein. Wer denkt sich sowas aus? Gut vielleicht sind Kartenradler eine aussterbende Art. Aber beim Radeln finde ich Karte und GPS immer noch angenehmer als ein Handydisplay. 

Basel

Von Basel habe ich noch keine genaue Vorstellung. Irgendwie assoziiere ich es mit Fußball … 1954: Deutschland gegen Österreich im Halbfinale. Vom Finale gibt es hier den Radiobeitrag. Welch seltsames Halbwissen. Wikipedia hilft weiter. Eine Stadt der Museen klingt schon interessanter, doch blöderweise habe ich mir dafür nur einen halben Tag in Basel reserviert. Das könnte stressig werden.

Aber am Rhein geht's immer runter

Während unseres letzten Projekt kämpften wir mit eher holprigen Wegen und träumten von ebenen Flussradwegen, die eine hübsch abwechslungsreiche Landschaft boten. Das war der Plan für 2026. Selbst die Bahn hatte Verständnis und beide bekamen einen Stellplatz fürs Rad — fast zu schön, um wahr zu sein … kostengünstige Zimmer, ja, das wäre toll gewesen … ihr ahnt schon … Satz mit X.