Nachdem mich gestern die Franzosen ums Karree geschickt haben, sind es heute die Deutschen, also Gleichstand.
Um abermals der Hitze zu entgehen starte ich gegen 7 Uhr von Endingen am Kaiserstuhl.
Heute berücksichtigen ich die Hügel und halte mich Richtung Nordwest, um eine nähere Bekanntschaft mit dem Kaiserstuhl zu vermeiden. Auf Höhe von Sasbach folge ich den Schildern, nichts ahnend, dass ich mich auf einen Weg Richtung französische Seite begebe.
Der Belag ist zu gut und so beschließe ich bis Rhinau auf der französischen Seite zu bleiben. Vielleicht haben mich aber auch die beiden abgelenkt.
Bis Mainz haben wir denselben Weg. Er will dann den Main entlang und später den Kanal gen Süden. Vielleicht treffe ich die beiden zu Hause wieder.
Eine Fähre bringt mich dann zurück auf die Ostseite, so dass ich die nächste Stage aufsuchen kann. Bis Meißenstadt rollt es gut, aber dann heißt es den Rhein zu verlassen und im Zickzack Richtung Ort zu fahren. Die Beschilderung verlässt mich nach der zweiten Kreuzung. Der Cafe in der einzigen Bäckerei von Meisenheim versöhnt mich nicht mit dem Ort (sorry aber der war be...). Am Ortsausgang fange ich an zu verstehen: Das Rathaus bei gerade 4000 Bürgern, da ist kein Geld mehr für Radwegsschilder.
Als ich endlich wieder zurück am Rhein bin, gebe ich Gas, will ich doch bis später Mittag am Ziel sein. Ein weiteres Schild lockt mich auf die französische Seite, da gebe ich gerne nach und werde erst mit kühlem Wald und später mit pittoresken Kanalradweg belohnt, so dass ich Straßburg um 13 Uhr mit 90km am Tacho erreiche.
Nach dem Erklimmen meiner Dachkammer suche ich erstmal das nächstgelegene Fahrradparkhaus auf. In Erlangen sind wir ja diesbezüglich nicht verwöhnt...
Bevor ich mich mit Nadine und Carine treffe, absolviere ich noch brav das typische Touriprogramm.
Dann wird es intensiv französisch. Eine Stunde mit den Beiden ersetzt etliche Duolingoeinheiten. Aber ich habe das Gefühl schon mehr zu verstehen, als bei unserer gemeinsamen Wanderreise in der Bretagne.
Nachdem im Dachkämmerchen noch gefühlte 40°C herrschen, gebe ich mich am Place Kleber dem Alkoholismus hin, oder war es der Pflege des französischen Brauchtums? Wenigstens kann ich Barbara so aus der Ferne zuprosten. Alles Gute zum Geburtstag!














Das liest sich seit Tagen so schön und spannend, da bleibt nur ein weinendes und ein lachendes Auge: ich verpasse einiges, aber das Anfeuern aus der Ferne scheint nicht notwendig zu sein.
AntwortenLöschenMan soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Heute hätte ich mich beinahe zum Bahnhof aufgemacht....
AntwortenLöschenDen Gedanken hatte ich auch gerade nach dem Lesen der Posts von gestern (erster Kaffee um 15 Uhr und 120 km - Respekt!) und heute (Plattfuß).
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